Neue Streckenflugrekorde am Donnersberg

Das Wetter wurde nach langer Durststrecke tatsächlich besser. So wurden in der letzten Woche einige neue Rekordflüge am Donnersberg aufgestellt. Am 6.6. und 7.6. wurden der zweit-, der dritt– und der viert– beste Gleitschirmflug vom Donnersberg geflogen (gemessen an der XC-Strecke). Armin Harichs Flug von letztem Jahr ist weiterhin ungeschlagen. Der zweite und dritte Platz wird von Wolfgang Freund mit einem Skywalk Cayenne 4 (C) belegt. Er flog 130,5 km und 117,5 km. Auf dem vierten Platz landete Karl-Peter Armbrust, der mit seinem Nova Mentor 2 (B) 90,8 km unterwegs war. Es gab einige weitere gute Strecken im zweistelligen Bereich. Glückwunsch an alle, die schöne und weite Flüge hatten.

Streichung eines Flugbeschränkungs-Sektors bei Steckweiler

Im Oktober 2011 wurde am Frankfurter Flughafen die neue Landebahn Nord-West in Betrieb genommen. Daraus ergaben sich für private Flieger (Gleitschirm, Drachen, Segelflieger, …) Einschnitte des befliegbaren Luftraums.

Von den Fluggebieten des PDGFC ist vor allem der Stolzenberg bei Steckweiler betroffen, da hier bei Süd-West Wind gestartet wird. Wenn man sich nach dem Start vom Wind nach Nord-Ost versetzen lässt, gerät man unweigerlich in Luftraum C, der dort bei 3500 Fuß MSL (1066m) beginnt. Nur wer die 1066m unterfliegt, bleibt im legalen Luftraum E und darf weiterfliegen. Durch diese Änderung wurden Streckenflüge ab Steckweiler erschwert.

Im Jahr 2013 ergibt sich eine kleine Rücknahme der Beschränkung, was zwar nur ein Trostpflaster ist, aber besser als nichts. Der Sektor, der dem Stolzenberg am Nächsten liegt, wird entfallen. Offenbar war er für den kommerziellen Flugverkehr nicht bedeutend und wird deshalb ersatzlos gestrichen. So kann man immerhin ca. 6 km weiter Richtung Nord-Ost fliegen, bevor die Maximalhöhe von 1066m gilt.

Auf der folgenden ICAO-Karte habe ich den zukünftig wegfallenden Sektor grau gekennzeichnet. In der neuen ICAO-Karte (ab März 2013) sollte dieser Sektor nicht mehr vorkommen.

Quelle: Luftsportverband Rheinland-Pfalz e.V.

Weitere Infos: Luftrauminfo Stolzenberg

Herbstsoaring am Donnersberg

Letzte Woche trafen sich einige Gleitschirm- und ein Drachenflieger zum Feierabendflug am Donnersberg. Meine Helmkamera zeichnete fleißig auf, und so hatte ich danach genügend Material für einen Zusammenschnitt.

Marcus und Silvia entpuppten sich als etwas kamerascheu und gingen mit Beginn der Filmaufnahmen schnell landen. Aber es gab zum Glück Schorsch und Holger, die bereitwillig vor laufender Kamera Pirouetten präsentierten. Mit dabei auch Karl-Peter und Hermann, die wie Zugvögel im Formationsflug unterwegs waren, sowie Quoten-Drachenflieger Winfried.
Bei dieser Gelegenheit: Glückwunsch an Winfried zum ersten Platz im DHV Fun-Cup für die längste Air-Time aller Hängegleiter (s. DHV-Info 178, S. 76). 129 Flugstunden in einem Jahr ist ein Haufen Holz!

Zum Film: Entweder direkt hier starten oder auf Youtube anschauen. Viel Spaß!

Baumholder ED-R 116 und CTR Ramstein

Wer von der Rampe am Donnersberg abfliegt, startet bei mehr oder weniger Nordost-Wind. Ein Streckenflug wird also meist grob in südwestlicher Richtung verlaufen. Unterwegs werden deshalb folgende Lufträume von Wichtigkeit sein:

Flugbeschränkungsgebiet ED-R 116 Baumholder

Der Truppenübungsplatz Baumholder ist nicht immer aktiv. In den nicht aktiven Zeiten darf der Luftraum durchflogen werden. Auf der Website des Aero-Club Idar-Oberstein können die Nutzungszeiten des Truppenübungsplatzes abgerufen werden. Samstag und Sonntag ist der Luftraum meistens freigegeben. Trotzdem muss dies immer vorher überprüft werden. Für die Richtigkeit der Angaben im Nutzungsplan wird keine Haftung übernommen. Kurzfristige Änderungen sind immer möglich! Aber man hat einen Anhaltspunkt. Und man kann den Nutzungsplan angeben, wenn man den Flug später bei dhv-xc einstellt.

Nutzungsplan der ED-R 116 Baumholder
(Dieser Link ist auch am rechten Rand unter “Links” zu finden.)

Kontrollzone CTR Ramstein

In die CTR Ramstein darf zu keiner Zeit eingeflogen werden! Jeder Pilot muss in eigener Verantwortung dafür sorgen, dass er der Zone ausweicht oder vorher landet.

Aber auch außerhalb der CTR kann es zu Begegnungen mit Fluggeräten aller Art kommen, von Segelfliegern bis Galaxys, die sich im Anflug auf Ramstein befinden. In der Pfalz (ausgenommen Südpfalz) beginnt Luftraum E bereits 300m über Grund, statt normalerweise 750m. In Luftraum E gibt es Mischbetrieb von IFR und VFR. Um gefährliche Situationen zu vermeiden, sollte der Luftraum stets genau beobachtet werden.

Lohnend ist ein Blick auf die Ramstein Memocard des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, auf der neben der CTR auch die häufig verwendeten Anflugkorridore eingezeichnet sind. Diese sollten mit größter Aufmerksamkeit durchflogen oder ganz gemieden werden. Auch wenn motorisierte Flugzeuge ausweichpflichtig sind, wird man von diesen nicht immer wahrgenommen. Wenn man ein Flugzeug sieht, sollte man durch “Fläche zeigen” (Nicken, Rollen) auf sich aufmerksam machen und auch selber versuchen, möglichst großen Abstand zu dem Flieger zu halten, statt auf sein Vorflugrecht zu bestehen.